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Station 26 – Sharp Corner – die SVK-Band

Eine besondere „Trainings-Einheit“ stand auf dem Plan: Ein Besuch bei der Band „Sharp Corner“ von Udo Gillich.

„Name The Place“ aus dem Album „Travelling To Oxenwntown“

Warum SVK-Band?
Mit Udo steht ein langjähriger Leichtathlet an der Lead-Gitarre, Wolfi’s Sohn kickt bei den F-chen und ist ebenfalls ein alter Leichtathlet(Kindesbeine mit Udo).  Die anderen zwei der Truppe sind Tommy am Synthesizer und Joe am Bass – beide haben sich beim SVK-Prellball kennen gelernt. Damit sind also 100% der Band SVK-„vorbelastet“. Und alle 4  sind noch Mitglieder im SVK 🙂
Der Übungsraum der Truppe befindet sich hinterm „Gasthof Kreuz“ am Kreisverkehr nach FN.
„Trödel Ali“ steht an der Tür. Wir gehen die steile Holzstiege hoch und erleben schon Band-Atmosphäre: Ein altes Sofa, Instrumenten-Koffer, Getränke und CD-Hüllen. Eine gewisse ordentliche Unordnung.
Der anschließende Proberaum ist klein, so dass wir uns tatsächlich in eine Ecke drängen müssen. Udo, der mit seiner markanten Stimme auch Sänger von Sharp Corner ist, röhrt gerade „Alkohol“ von Herbert Grönemeyer. Hört sich ziemlich gut und nah am Original an.

Im Repertoire befinden sich überwiegend bekannte Coverversionen von bspw. Jo Cocker, Deep Purple oder Bryan Adams, aber auch einiges Selbstgemachtes. „Send police to hell“ war das erste eigene Werk. Gegründet haben die Sandkasten-Kumpels die Band 1982 unter dem Namen W.U.T.. Man war entweder grad mit dem Abi durch oder im Zivildienst. Das nur zum Vorurteil, dass Musiker wenig bis keine Bildung haben….
Der Umzug ‘89 aus der damaligen Übungsstätte nach Lochbrücke (jetziger Bio-Hof Mayer) brachte dann aufgrund der Straßenführung auch den neuen Namen „Sharp Corner“ – scharfes Eck hervor.

Die Band stimmt nun „name the place“ an, wieder ein selbstgeschriebenes Stück. Ob bei der Entstehung zuerst der Text oder die Musik kommt, konnten die Vier nicht beantworten. Es sei immer anders. Mal bringt jemand ein Riff und alle stimmen ein, mal ist es aber auch ein Refrain, der den Song ausmacht.

1998 wurde die bis dato letzte CD aufgenommen – „Traveling to Ochsentown“ – in einem Studio in Ochsenhausen. 300 Tonträger gepresst von denen rasch über 200 verkauft werden konnten. Wir bekommen eine geschenkt.
Damals gab es natürlich auch Träume oder höher Ziele, was die Auftritte oder den Bekanntheitsgrad angeht. Jeder hat Familie, Udo trainiert die Leichtathleten 4x pro Woche, alle haben Termine und Job. Außerdem spielen die Vier noch nebenbei in anderen Bands oder Musikgruppen.
Gespielt wird heute just for fun. Man spielt bei Auftritten was man mag und nicht was der Zeitgeist fordert (bspw. während der Fasnet).
Die Gage richtet sich nach Dauer, Entfernung und Beziehung. Man hätte auch schon für lediglich eine Kiste Hopfensaft gespielt…

Unser Besuch hat natürlich auch einen weiteren, tieferen Grund:
Für unsere Abschluss-Party am 09.09. suchen wir noch eine Band und wenn möglich eine SVK-Hymne.
Der Auftrag eine solche zu entwerfen ist somit an „Sharp Corner“ erteilt.

Der Abend in „Trödel Ali“ geht gegen 22h zu ende. Auf die Frage „wollen wir noch eins spielen..“ folgt eine weitere Eigenkomposition mit „das alles schafft mich“.
Dann werden die Gitarren verpackt und das Licht ausgemacht. Bis zur nächsten Woche…
EIN JAHR EIN VEREIN

Lars-Daniel_50

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